Artikel zm Tag ‘Berlin’
Penny, nette Verkäufer, aber schlechte Auswahl
Im Penny in Berlin Köpenick habe ich eine Einkaufserfahrung gemacht, wie ich sie vorher nicht kannte: Das Personal ist unglaublich nett – und zwar durchweg und immer, wenn ich da war – aber die Produktauswahl erscheint einem unterirdisch. Also, man bekommt dort schon alles, was man für den täglichen Bedarf braucht, aber es erscheint einfach so, als gäbe es dort gar nichts. Bei jeder Produktkategorie habe ich mich für das kleinste Übel entschieden:
Käse- und Obst-Abteilung
Der Penny-Markt liegt auf meinem Nachhauseweg, deshalb war ich schon des Öfteren drinnen. Und jedes Mal nur dann, wenn ich nicht viel brauchte. Und trotzdem stand ich in der Obstabteilung und fand keine Frische vor, sondern nur ein paar Obst- und Gemüsesorten der Saison, die lieblos da lagen. Und ich entschied mich für das, was irgendwie am frischesten aussah – das kleinste Übel. So auch beim Käse: Eine Kühlwand voller Käsesorten, aber irgendwie immer dasselbe. Emmentaler von der Eigenmarke, Emmentaler aus der mittleren Preisklasse und Emmentaler, der richtig teuer ist. So lieblos einsortiert, dass ich das Gefühl hatte, ich kaufe nicht, was ich kaufen will, sondern ich entscheide mich auch hier für das kleinste Übel.
Die Mitarbeiter stimmen
Aber jedesmal, wenn ich eine Frage hatte, war ein wirklich freundlicher Mitarbeiter ansprechbar, der mir prima weiterhelfen konnte. Und auch an der Kasse war bislang immer Zeit für eins, zwei freundliche Worte. Ich will nicht sagen, dass das das mangelnde Angebot wieder wettmachen kann, aber es ist doch sehr angenehm, freundliche Menschen um sich zu wissen.
Penny Berlin Köpenick: Fazit
Ich gehe immer wieder mit gemischten Gefühlen in den Discounter: Auf der einen Seite die Lieblosigkeit und die mangelnde Produktauswahl, dank der die Qualität der Produkte auch nicht gerade toll wirkt. Auf der anderen Seite aber die tollen Mitarbeiter in diesem Discounter, die die Minuspunkte zwar nicht aufwiegen, aber immerhin auflockern. Alles in allem muss ich – und das tut mir aufgrund der tollen Angestellten leid – aber das Fazit „nicht empfehlenswert“ vergeben.
Reichelt Berlin Tegel: Nicht billig, aber okay
Als ich neulich Besuch bekam und ohnehin nach Tegel fahren musste, um diesen abzuholen, wollte ich gleich den Reichelt dort testen. Von Reichelt hört man nicht viel, es gibt den Supermarkt auch nur in Berlin und Dessau, aber in Berlin ist das Netz mit gut 50 Filialen recht großzügig ausgebaut. Schon bevor ich hinein ging, wusste ich aus Erzählungen von Bekannten, dass Reichelt fern von jedem Lidl-Feeling sein würde. Also wollte ich nur das Nötigste einkaufen und auf zusätzliche Einkäufe verzichten.
Produktqualität hat oberste Priorität
Der Reichelt erinnert von seiner Aufteilung der Produkte natürlich an andere Discounter. Aber nicht vom Produktangebot und von der Einsortierung der Produkte. Der Käufer bekommt beim Betreten des Reichelts sofort das Gefühl: Hier wird auf hochwertige Produkte geachtet. Natürlich gibt es auch günstige Sonderangebote, aber alles ist so wohlsortiert und angenehm einsortiert, dass ich als Kunde sehen konnte, dass sich da jemand Gedanken gemacht hat. Und so ist es angenehm, einkaufen zu gehen. Ich hab gerne das Gefühl, ich wäre gut aufgehoben und wäre in einem Laden, der auf Qualität achtet. Und genau das strahlt der Reichelt aus.
Auch die Verkäufer bieten Qualität
Die Qualität der Produkte geht auch auf die Verkäufer über. Sicher wird den einen oder anderen Tag auch jemand dabei sein, der mal schlecht gelaunt ist, aber diejenigen, die ich getroffen habe, waren äußerst freundlich. Obwohl ich nichts von der Fleischtheke wollte, begrüßte mich die Mitarbeiterin, die dahinter stand. Und auch alle weiteren begrüßten mich freundlich und mit einem Lächeln im Gesicht – ein ganz dicker Pluspunkt, denn das war ich echt nicht mehr gewohnt.
Reichelt Berlin Tegel: Fazit
Ich will jetzt wirklich nicht übertreiben, aber es war schon ein großer Unterschied zu den gängigen Discountern zu verspüren. Die qualitativen Aspekte werden hier großgeschrieben, nicht die preislichen – auch das sollte einem bewusst sein, wenn man bei Reichelt einkaufen geht. Preislich ist der Supermarkt im oberen Mittelfeld anzusiedeln, etwa wie Kaisers, also werde ich die Einkäufe des täglichen Bedarfs dort nicht mehr holen. Wenn ich aber wieder nach Tegel muss, nehme ich genügend Einkaufstüten mit – insgesamt ist der Laden empfehlenswert!
Produktsuche in Rewe Berlin
Freitagnachmittag, Berlin Köpenick. Ich wollte mein letztes Ferien-Wochenende in Angriff nehmen – vorher ist natürlich ein entsprechender Wochenendeinkauf fällig. Die Auswahl stand zwischen Kaisers, Penny, Netto und Rewe – ich entschied mich für letzteres. Der Rewe in Berlin Köpenick ist sehr seltsam aufgebaut – extrem weitläufig, aber verloren weitläufig, nicht angenehm. Anfangs durch das Obstregal, weiter zum Käse; eine schier riesige Auswahl – so denke ich anfangs.
Alles Käse …
Eine komplette Ladenbreite voller Käse – mein Vegetarierherz hüpft im Dreieck. Und dann stellt sich Ernüchterung ein: Trotz der scheinbaren Fülle ist alles irgendwie dasselbe … Nur stinknormale Käsesorten; Emmentaler, Camembert, Mozzarella … Ich hatte gehofft, etwas Besonderes zu finden, aber Fehlanzeige. Keine eingelegten Sachen, keinen besonderen Ziegenkäse oder Feta – nichts, was dem entspricht, was ich als besonders definiere.
… auch das Wissen der Verkäufer
Okay, ich hab normalen Käse gekauft und durch die mangelnde Auswahl Lust auf Mozzarella Sticks. Zu den Kühltruhen – rar gesiedelt. Ich suche die paar Boxen nach den Mozzarella Sticks ab, finde sie nicht, aber eine Verkäuferin. Also frage ich, wo ich die Sticks finde, und sie sagt: „Weiß ich nicht.“, dreht sich um und werkelt weiter. Mir blieb schon so ein bisschen die Luft weg; ich versichere mich, ob sie hier Verkäuferin ist. Na ja, ihr weißer Kittel mit rotem Aufdruck spricht schon sehr dafür. Verwirrt drehe ich mich um und finde eine Kollegin. Positiver Punkt: Verkäufer gibt es hier zu Genüge; wenn die dann auch weiterhelfen können, umso besser … Also frag ich sie, ob sie weiß, wo ich die Mozzarella Sticks finde. Sie runzelt die Stirn und antwortet sehr freundlich, sie wisse es jetzt nicht, würde aber mal mit mir schauen. Wir suchten eine ganze Weile, bis wir sie fanden – großer Pluspunkt, dass sie geholfen hat, kleiner Minuspunkt, dass sie nicht ansatzweise wusste, wo man sie findet. Das Kassieren und alles Weitere war der übliche Standard: Kassiererin mittelmäßig gelaunt, zwei, drei Leute vor mir, Preise in der Mittelklasse und ab nach Hause.
Rewe Berlin: Fazit
Insgesamt ist diese Rewe-Filiale nicht zu empfehlen: Man fühlt sich verloren, eine der Verkäuferinnen zieht den ganzen Laden ins Negative und insgesamt scheinen die Verkäufer sich nicht sonderlich gut im Laden auszukennen. Mein Gefühl war eher negativ.
Neuer Tarif: Simsay mit Berlin Tarif
Simsay – ein Prepaid Discount Anbieter – ist nach eigenen Aussagen der einzige Mobilfunk-Provider, der in Berlin sitzt. Da liegt es nur nahe, dass der Anbieter für die Hauptstadt einen gesonderten Tarif anbietet: Wer in diesem Tarif eine 030-Nummer anruft, telefoniert für nur 1,9 Cent pro Gesprächsminute. Vorerst in einer Testphase befindlich, wird der Berlin Tarif erst mal bis zum 31. Mai 2010 befristet angeboten.
Mit seinem Berlin-Special ist Simsay nicht der erste Anbieter; Spreefone – agierend im Netz von Vodafone – hat es damit schon im vergangenen Jahr probiert. Wohl wenig erfolgreich: Nach wenigen Monaten wurde diese Berlin-Option wieder eingestellt. Damit bleibt auch der Erfolg von Simsay abzuwarten. Spreefone hatte seinerzeit die Gespräche nicht nur Berlin-intern gehalten, sondern auch Potsdam, die Landeshauptstadt von Brandenburg, in das Angebot eingebunden. Die Idee wirkt natürlich recht verführerisch, wenn man genügend Bekannte mit Festnetz in der Bundeshauptstadt hat, aber offensichtlich gab es 2009 nicht genügend Menschen, die nach einem Städte-Special dieser Art nachgefragt haben.
Simsay Berlin Tarif: Die Konditionen
Die restlichen Konditionen entsprechen den normalen Tarifen des Discount-Anbieters. Pro Gesprächsminute zahlt man 5,9 Cent ins eigene Netz und 8,9 Cent ins Festnetz außerhalb der Bundeshauptstadt sowie zu anderen Mobilfunknetzen. Auch die Konditionen für Gespräche ins Ausland stimmen bei Simsay. So zahlt der Inhaber einer Simsay SIM-Karte 8,9 Cent pro Minute ins Festnetz aller EU-Staaten, in die USA, in die Türkei, nach Russland, Israel, China, Kanada, Hongkong, Indien und Vietnam. Ins Mobilfunk dieser Länder beginnen die Minutenpreise bei 29 Cent.
Die SIM-Karte von Simsay kostet 9,95 Euro; enthalten sind dabei 5 Euro Startguthaben. Abgerechnet wird im Minutentakt und weder Grundgebühren noch Mindestumsätze werden vom Anbieter Simsay erhoben. Optional ist es möglich, die Guthabenaufladung zu automatisieren.
Roaming-Gespräche bei Simsay
Die interne Struktur bei Simsay ist etwas verquer: vistream wird für das Netz von Simsay genutzt, der seinerseits wieder die Funkmasten von E-Plus nutzt. Roaming-Gespräche sind mit Simsay via USSD-Callback-Verfahren möglich. Hier zahlt der Kunde minütlich mindestens 20 Cent und pro Verbindung zusätzlich eine Pauschale von 19 Cent.

