Archiv für die Kategorie ‘Nachrichten’


Neuer Tarif: Simsay mit Berlin Tarif

Simsay – ein Prepaid Discount Anbieter – ist nach eigenen Aussagen der einzige Mobilfunk-Provider, der in Berlin sitzt. Da liegt es nur nahe, dass der Anbieter für die Hauptstadt einen gesonderten Tarif anbietet: Wer in diesem Tarif eine 030-Nummer anruft, telefoniert für nur 1,9 Cent pro Gesprächsminute. Vorerst in einer Testphase befindlich, wird der Berlin Tarif erst mal bis zum 31. Mai 2010 befristet angeboten.

Mit seinem Berlin-Special ist Simsay nicht der erste Anbieter; Spreefone – agierend im Netz von Vodafone – hat es damit schon im vergangenen Jahr probiert. Wohl wenig erfolgreich: Nach wenigen Monaten wurde diese Berlin-Option wieder eingestellt. Damit bleibt auch der Erfolg von Simsay abzuwarten. Spreefone hatte seinerzeit die Gespräche nicht nur Berlin-intern gehalten, sondern auch Potsdam, die Landeshauptstadt von Brandenburg, in das Angebot eingebunden. Die Idee wirkt natürlich recht verführerisch, wenn man genügend Bekannte mit Festnetz in der Bundeshauptstadt hat, aber offensichtlich gab es 2009 nicht genügend Menschen, die nach einem Städte-Special dieser Art nachgefragt haben.

Simsay Berlin Tarif: Die Konditionen

Die restlichen Konditionen entsprechen den normalen Tarifen des Discount-Anbieters. Pro Gesprächsminute zahlt man 5,9 Cent ins eigene Netz und 8,9 Cent ins Festnetz außerhalb der Bundeshauptstadt sowie zu anderen Mobilfunknetzen. Auch die Konditionen für Gespräche ins Ausland stimmen bei Simsay. So zahlt der Inhaber einer Simsay SIM-Karte 8,9 Cent pro Minute ins Festnetz aller EU-Staaten, in die USA, in die Türkei, nach Russland, Israel, China, Kanada, Hongkong, Indien und Vietnam. Ins Mobilfunk dieser Länder beginnen die Minutenpreise bei 29 Cent.

Die SIM-Karte von Simsay kostet 9,95 Euro; enthalten sind dabei 5 Euro Startguthaben. Abgerechnet wird im Minutentakt und weder Grundgebühren noch Mindestumsätze werden vom Anbieter Simsay erhoben. Optional ist es möglich, die Guthabenaufladung zu automatisieren.

Roaming-Gespräche bei Simsay

Die interne Struktur bei Simsay ist etwas verquer: vistream wird für das Netz von Simsay genutzt, der seinerseits wieder die Funkmasten von E-Plus nutzt. Roaming-Gespräche sind mit Simsay via USSD-Callback-Verfahren möglich. Hier zahlt der Kunde minütlich mindestens 20 Cent und pro Verbindung zusätzlich eine Pauschale von 19 Cent.

Postbank Tank-Rabatt: Tanken und sparen

Die Postbank bietet ihren Kunden eine neue Aktion: Wer ab sofort mit der Postbank Card in teilnehmenden Shell-Tankstellen zahlt, spart pro Liter Kraftstoff einen Cent. Das mag anfangs mager klingen, bedenkt man aber, dass die Spritpreise gerade jetzt wieder steigen und Normal- sowie Super-Benzin mittlerweile zwischen 1,35 bis 1,40 Euro pro Liter kosten, sind die Einsparungen durch die Postbank Card gerade für viel reisende Menschen sowohl privat als auch geschäftlich immens. Um die Postbank Card nutzen zu können, ist das Postbank Girokonto Giro plus vonnöten. Die Postbank hat ihre Konditionen bei diesem Girokonto deutlich verbessert: War es früher nötig, mindestens 1.250 Euro pro Monat eingehen zu lassen, um keine Kontoführungsgebühren zu zahlen, gibt es das kostenlose Girokonto heute schon ab einem Mindestgeldeingang von 1.000 Euro pro Monat – ein Betrag, den der Durchschnittsverdiener schon erreicht.

Hinzu kommt ein kostenloses Tagesgeldkonto, welches, angenehm verzinst, bei täglicher Verfügbarkeit die Möglichkeit zum Sparen bietet. Außerdem ist die integrierte VISA Card im ersten Jahr kostenfrei; ab dem zweiten fällt eine Jahresgebühr von 22 Euro an. Sollte der Postbank Kunde einen Monat haben, bei dem er nicht auf den Mindestgeldeingang von 1.000 Euro kommt, kostet das Girokonto immer noch günstige 5,90 Euro Kontoführungsgebühr. Als Plus ist zu erwähnen, dass kostenlos Bargeld an mehr als 7.000 Automaten der Cash Group abgehoben werden kann; hinzu kommen 850 Postbank Finanzcenter und einige Filialen der Deutschen Post. Mit der VISA Card gibt es weitere Zahlungsfreiheit: Weltweit wird die Kreditkarte an mehr als 29 Millionen Stellen akzeptiert. Sollte die Karte einmal verloren gehen, hat der Kunde lediglich einen Selbstbehalt von 50 Euro bei Missbrauch der Karte zu tragen; die restliche Haftung übernimmt die Postbank. Derzeit ist das kostenlose Tagesgeldkonto der Postbank mit 1,10 Prozent p. a. verzinst (Stand: 03/2010). Alternativ bietet sich die Postbank SparCard 3000 plus direkt an: Die Einlagen werden hier mit derzeit 1,80 Prozent p. a. verzinst.

Bei der SparCard, die wie ein Sparbuch funktioniert, ist hingegen die Flexibilität etwas eingeschränkt, vergleicht man sie mit dem Tagesgeldkonto: Monatlich können maximal 2.000 Euro abgehoben werden. Höhere Beträge müssen angekündigt werden und drei Monate später erhält man die Auszahlung. Praktisch ist hingegen, dass der Kunde dank dieser SparCard die Option hat, an allen Automaten der Postbank Bargeld abzuheben; jährlich sind bis zu zehn Abhebungen im Ausland inklusive. Praktisch für alle, die in Grenzgebieten leben. Insgesamt ist das Postbank Girokonto inklusive seiner Extras sehr empfehlenswert; durch die Tank-Rabatt Aktion nun sogar noch lohnenswerter. Weitere Informationen zum Konto im Allgemeinen und zur Aktion im Besonderen gibt es auf der Homepage der Postbank.

Amazon drückt Händlerpreise nach unten

Ab dem 31. März 2010 führt Amazon für gewerbliche Händler, die den Online-Versandhändler zum Verkauf der eigenen Produkte nutzen, das sogenannte Prinzip der Preisparität ein, teilt Amazon mit. Das bedeutet übersetzt: Ein Händler, der ein Produkt bei Amazon feilbietet, darf es in anderen Online-Shops (also nicht filialgebundene Vertriebskanäle) nicht günstiger anbieten.

Welche Vertriebskanäle meint Amazon?

Mit „Vertriebskanälen“ meint Amazon alle Online-Vertriebskanäle inklusive Applikationen für Handys oder Mediaplayer, weiter auch Versandkataloge und Plattformen sowie Börsen von Dritten – so auch Online-Auktionshändler. Ebay wird als solcher in den FAQ ausdrücklich genannt. Und mit „Preisparität“ meint Amazon neben dem Gesamtpreis auch den Artikelpreis – also inklusive Versandkosten. Weiter nennt Amazon nicht nur die Händler, sondern alle „mit ihm verbundenen Unternehmen“, für die diese neue Regelung gilt.

Welches Ziel verfolgt die Maßnahme?

Das Endziel läuft darauf hinaus, mehr Umsatz zu erzielen. Dafür soll das Vertrauen der Kunden in Amazon gestärkt werden und insgesamt sollen mehr Kunden angesprochen werden. Amazon Marketplace wäre durch die Maßnahme attraktiver für Verkäufer, heißt es vom Online-Versandhändler. Ab 31. März 2010 bekommt die Regelung ihre Gültigkeit, aber eine Übergangsfrist bis zum 01. Mai 2010 soll Verkäufern helfen, die dafür nötigen Änderungen umzusetzen.

Daneben verlangt Amazon, dass der Kundenservice, Rückgabe- und auch Erstattungsrichtlinien, sprich sämtliche Konditionen, von den Marketplace Anbietern ebenso kundenfreundlich sind, wie die Händlerbedingungen der kundenfreundlichsten Shops, auf denen die Anbieter sonst noch verkaufen – so auch die ihnen angehörenden Unternehmen. Deutschland, Großbritannien und Frankreich sind von den Änderungen betroffen.

Es stellt sich die Frage, wie die Verkäufer selbst die neuen Amazon Richtlinien sehen werden. Während bei Ebay sonst extrem günstige Anfangspreise möglich waren, die sich aufgrund der Auktion immer weiter steigern ließen, wird das in Zukunft nicht mehr möglich sein, weshalb davon auszugehen ist, dass einige Verkäufer sicher Amazon den Rücken kehren werden. Auf der anderen Seite dürfte die Maßnahme tatsächlich im Sinne des Kunden sein: Es stärkt das Vertrauen, wenn ein Kunde weiß, dass dies das günstigste Angebot ist.

Neuer Musikshop von Ubuntu

Das App Geschäft geht sehr gut – und nun beteiligt sich auch Ubuntu daran; beziehungsweise der Linux-Distributor Canonical, der sich verantwortlich für die Eröffnung des Ubuntu One Music Store zeigt. Voraussetzungen für die Nutzung des Shops ist die Beta von Ubuntu 10.04 und der Download des Mediaplayers Rhythmbox. Die technische Umsetzung des Angebots wird von 7digital gesteuert. In den Katalogen des Anbieters befinden sich mehr als 4 Millionen Titel – sowohl von allen Major- als auch von vielen Independent-Labels. Während einige Regionen noch nicht auf all diese Inhalte zugreifen können, steht den USA und Europa alle Inhalte zur Verfügung. Um das Shop-Angebot nutzen zu können, muss ein kostenfreies Ubuntu One account angelegt werden.

Ubuntu One Music Store: So funktioniert es

Die Songs liegen im MP3-Format und ohne DRM-Schutz vor. Die Download-Geschwindigkeit liegt bei mindestens 256 kBit/s und pro Titel werden mindestens 99 Cent fällig. Gezahlt wird per Kreditkarte, Click-and-Buy oder PayPal. Alternative Download-Formate liegen derzeit noch nicht vor, das kann sich allerdings beizeiten ändern. Konkrete Pläne gibt es noch nicht. Im Shop befinden sich auch Restbestände mit DRM-geschütztem Material im WMA-Format, aber vom Download dieser rät das Unternehmen in einer seiner FAQ ab.

Ein Online-Speicher im Ubuntu One Konto wird automatisch mit neuen MP3-Downloads aktualisiert – so auch die Musikbibliotheken aller Rechner, die dort angemeldet sind. Jeder Titel kann zudem zweimal erneut heruntergeladen werden. Das gibt Sicherheit: Ein Online-Backup, die Synchronisierung mit dem Rechner und die Option, die Titel insgesamt dreimal herunterladen zu können.

Canonical hat kürzlich einen Major-Label-Shop neu eröffnet; der Ubuntu Music Shop soll als Ergänzung dazu dienen. Bislang wird nur Rhythmbox unterstützt, aber künftig sollen auch weitere Player wie Amarok und Banshee hinzukommen. Als Plug-in ist der Ubuntu One Music Store ausgelegt und die bisherigen technischen Details klingen nach einem guten Potenzial; sobald weitere Player hinzukommen, wird das Angebot sicher gut angenommen. Allerdings ist der Song-Download ab 99 Cent relativ teuer; Amazon verkauft einzelne Songs schon ab 97 Cent und offeriert ganze Alben ab fünf Euro.

E-Book-Shop bei Facebook: Readboox kommt im Web 2.0 an

E-Books erfreuen sich größter Beliebtheit. Das Web 2.0 mit Portalen wie Facebook auch. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis sich beide miteinander verbinden. Verantwortlich für diese Verbindung zeigt sich die E-Book-Handlung Readboox, die ein Gemeinschaftswerk von Satzweiss.com und der Chichili Agency ist. In Leipzig gab es eine Pressekonferenz zum Start der Online-Buchhandlung auf Facebook, die unter anderem Titel aus den Verlagen Random House und Droemer Knaur verkauft. Die Resonanz auf den E-Book-Shop dürfte bei 400 Millionen Usern sehr positiv ausfallen – allein auf Deutschland fallen 5,8 Millionen Facebook Nutzer.

Readboox bittet ins Literaturcafé

Satzweiss.com sieht sein Kerngeschäft in der Konvertierung, Chichili Agency ist eine Literaturagentur. Aus beiden Geschäften wollten die Saarländer Roman Jansen-Winkeln (Satzweiss.com) und Karsten Sturm (Chichili Agency) eine Art Literaturcafé schaffen – eine Gemeinschaft von Literaturliebhabern. Ließe sich damit auch noch Geld verdienen, wäre es wohl ideal. Auf der Facebook-Seite wird Werbung für verschiedene E-Books gemacht, es soll Leseproben geben – und zu guter Letzt sollen die virtuellen Bücher natürlich auch verkauft werden. Roman Jansen-Winkeln zu den Plänen: „Internetshops gibt es schon genug. Statt noch einen aufzumachen, konzentrieren wir uns jetzt auf Facebook.“

Nun könnte es Verwechselungen geben mit der E-Book-Plattform Readbox, die von Biesemeier & Husemann betrieben wird. Jansen-Winkeln berichtet, dass das Facebook Literaturcafé, welches die Shop-Funktion integriert, eine Zusatzsoftware voraussetzt, die in nur zwei Monaten entwickelt wurde. Bleibt für den Interessenten zu hoffen, dass die Software voll funktionsfähig allen Userwünschen entspricht.

Readboox goes international – irgendwann …

Die Macher der Readboox wollen die virtuellen Ländergrenzen gerne überschreiten. Zwischen dem 19. und 21. April wird das Literaturcafé erstmals in Leipzig vorgestellt; und zwar auf der London Bookfair. Der Gang über die nationalen Grenzen ist damit – zumindest mit dem ersten Schritt – schon mal übergangen. Geboten werden rund 3.000 Titel aus den Verlagen Random House, Droemer Knaur, Carlsen (Bonnier), Egmont und Überreuter.

Immer einen Schritt voraus – so sehen es Jansen-Winkeln und Sturm. Facebook und andere Communities lassen Ländergrenzen verschwinden. Das wollen die Readboox-Macher nutzen und mit dem Angebot die größte Offerte an virtueller Unterhaltungsliteratur schaffen. Ein ambitioniertes Ziel. Mobilebooks – das Format von Blackbetty Mobilmedia – soll ebenfalls eingebunden werden, um die Ziele zu verwirklichen. So gäbe es schon jetzt zentrale Funktionen, die ein Book-Shop heute haben sollte, integriere aber auch die interaktiven Anwendungen des Web 2.0 – im Falle von Facebook wären das beispielsweise kommentieren, „gefällt mir“, Fan werden oder weiterempfehlen. Und auch Geschenke können vergeben werden: E-Books können via Facebook als E-Postkarte versendet werden.