DSL Anschluss nicht möglich?


Einige Regionen werden mit dem Breitbandkabel noch nicht ausreichend versorgt, ein DSL-Anschluss scheint hier auf den ersten Blick nicht möglich. Wir zeigen Ihnen, was noch geht, damit Sie mit dem DSL-Anschluss auf andere Art und Weise im Internet surfen können. Denn gerade Richtfunkanbieter, Energieversorger und Kabelnetzbetreiber können Alternativen zum herkömmlichen DSL-Anschluss bieten.

TV-Kabel

Am bekanntesten ist wohl der DSL-Anschluss über Kabel. Er ermöglicht eine Bandbreite von bis zu 5 GB, wobei dies immer von der Anzahl der zu versorgenden Haushalte abhängig ist. Der Anschluss erfolgt über den Fernsehkabelanschluss, der Zugang über ein Kabelmodem. Die Kosten sind mit herkömmlichen DSL-Tarifen vergleichbar und DSL über Kabel ist in fast allen Städten verfügbar.

Glasfaserkabel

Auch beim Glasfaserkabel sind die Kosten mit denen anderer DSL-Tarife vergleichbar, allerdings ist dieser Anschluss nur in wenigen Großstädten möglich. Die Bandbreiten erreichen 10 bis 100 MBit/s. Das Problem bei einem DSL-Anschluss über Glasfaserkabel liegt nicht nur in der niedrigen Verfügbarkeit, sondern auch in der deutlich aufwändigeren Installation. Schon der Aufbau des Netzes ist um einiges aufwändiger als bei ADSL.

WIMAX

Bei WIMAX liegen die Kosten vergleichsweise hoch. Der Bereitstellungspreis schlägt bereits mit 70 Euro zu Buche, was viele abschreckt. Die monatlichen Kosten belaufen sich auf zehn bis 30 Euro. Auch bei den Geschwindigkeiten lässt der Anschluss mitunter zu wünschen übrig. Im Download sind Bandbreiten bis zu 2 MBit/s möglich, beim Upload erreicht dieser Anschluss 192 KBit/s. Die Reichweite liegt zwischen einem und fünf Kilometern, Voraussetzung ist eine Feststation für den Hausanschluss. Diese ist nur regional verwendbar. Der Datenempfang erfolgt über einen Chip, der im Handy oder Laptop integriert werden kann.

WLAN

Die Kosten für WLAN sind sehr unterschiedlich, zunächst ist jedoch die passende Hardware eine Grundvoraussetzung, um einen solchen Anschluss nutzen zu können. Sie besteht aus USB-Adaptern oder einer Datenkarte und ist für etwa 20 Euro zu haben. Die laufenden Nutzungsentgelte bewegen sich dagegen zwischen gratis Anschlüssen und reichen bis zu zehn Euro pro Stunde. Bei WLAN werden Bandbreiten bis zu 54 MBit/s möglich. WLAN kann nur auf Basis von Breitbandanschlüssen realisiert werden.


UMTS / HSDPA

Mit UMTS / HSDPA wird die mobile Nutzung des Internets über Handys und Laptops möglich. Voraussetzung ist die SIM-Karte eines Mobilfunkanbieters. Volumentarife sind ab etwa fünf Euro, Flatrates ab 25 Euro erhältlich. Mit dieser Variante werden Bandbreiten von 56 KBit/s bis zu 7,2 MBit/s erreicht. Allerdings ist der Anschluss meist nur in Ballungsgebieten und größeren Städten verfügbar.

Satelliten-Breitband

Mit dieser Variante fallen hohe Kosten für die Hardware, eine Satellitenantenne, an. Diese liegen bei etwa 300 Euro. Die monatlichen Gebühren pendeln sich um die 20 Euro ein. Bandbreiten zwischen 2048 KBit/s im Download und 156 KBit/s für den Datenversand sind beim Satelliten-Breitband möglich. Dafür ist diese Anschlussvariante flächendeckend in ganz Deutschland möglich.

Stromleitung

Der DSL-Anschluss über die Stromleitung ist bisher nur an sehr wenigen Orten verfügbar und erfolgt über einen Adapter. Dafür können aber Bandbreiten bis zu 100 MBit/s erreicht werden. Der Anschlusspreis beträgt günstige zehn Euro, monatlich fallen jedoch Gebühren von 40 Euro an.

Richtfunk

Der Richtfunk eignet sich als kostengünstige Alternative zur Neuverlegung von Kabeln, allerdings erst ab einer Entfernung von etwa zwei Kilometern. Die Bandbreiten liegen mit 600 MBit/s recht hoch. Der Richtfunk arbeitet dabei so, dass er zwei Standorte über standardisierte Übertragungstechniken einfach miteinander verbindet. Er benötigt somit kein eigenes Anschlussnetz und eignet sich daher als Zuführung für nachgelagerte Netze.

Visionen der Zukunft

Die letzte Alternative ist die „Digitale Dividende“, die allerdings noch nicht zur Verfügung steht. Hierfür werden UHF-Frequenzen benötigt, die allerdings erst in den nächsten drei bis fünf Jahren frei werden.

Quelle: Pro Firma 03/2009, S. 60


Für diese Leistung gibt´s von uns:

0 votes, average: 0,00 out of 60 votes, average: 0,00 out of 60 votes, average: 0,00 out of 60 votes, average: 0,00 out of 60 votes, average: 0,00 out of 60 votes, average: 0,00 out of 6 (0 votes, average: 0,00 out of 6)
Loading ... Loading ...

Ähnliche Beiträge

 Mobiles Internet: Surfen mit UMTS oder LTE
 Vor- und Nachteile von EC Karten und Kreditkarten
 Kfz-Versicherungen werden 2013 teurer
 Neuer Musikshop von Ubuntu
 Buch.de 5,- Euro Gutscheine – clevere Marketingstrategie oder einfach nur lästig?

Kommentieren