Schützen die neuen Werberegelungen unsere Kinder?


Freiwillig wollen sich Hersteller, Handel, Medien und Agenturen ab dem 01. Juli 2009 den Verhaltensgrundsätzen des Deutschen Werberats über die Kommunikation von Lebensmitteln unterwerfen.

Ob gewollt oder ungewollt, wir werden täglich unzählige Male mit Werbung konfrontiert. Die Berieselung mit Werbeslogans macht vor unseren Kindern genauso wenig halt. Kinder sind jedoch leichter zu beeinflussen und sie entscheiden über den überwiegenden Teil der Spontankäufe. Das ist laut einer Studie den Eltern nur selten bewusst.

Quelle: Focus

Wie soll sich die Werbung für Kinder ändern?

Werbung für Kinder soll keine direkte Aufforderung zum Kauf oder Konsum enthalten.

Wir dürfen auf die kommende Vorweihnachtszeit gespannt sein. Ein kleines Mädchen, das beim Anblick eines rosa Schlosses leise sagt: „Das wünsche ich mir zu Weihnachten“, dürfte dann dieses Jahr nicht zu sehen sein.

Die Werbung soll nicht suggerieren, dass für eine vollständige und ausgewogene Mahlzeit der Verzehr eines bestimmten Lebensmittels unersetzlich sei.

Der eine Joghurt ist so wertvoll wie ein kleines Steak. Ein anderer Joghurt enthält mehr Kalzium als x Liter Milch. Der Kinderschokoriegel verspricht beim Verzehr ebenfalls die Extra Portion Milch. Wen wundert es, das Kinder glauben, Kühe sind lila. Und wie normale Milch ohne Zucker, Geschmackstoffe und andere Zusätze schmeckt, gerät völlig in Vergessenheit.

Eine andere Kategorie sind Süßigkeiten die Fettfrei und damit gesund sind. Oder die Bonbons von denen die Kinder sogar zwei nehmen sollen, das wäre gut für die täglich notwendige Vitaminration.

Diese Liste ließe sich unendlich verlängern. Auch mit solchen Slogans dürfte die Werbeindustrie zukünftig nicht mehr auf dem Markt präsent sein.


Kommerzielle Kommunikation soll keine direkte Aufforderung an Kinder enthalten, ihre Eltern oder andere Erwachsenen zum Kauf des bestimmten Produkts zu veranlassen.

Wenn deine Mutti dich lieb hat, kauft sie dir „das super tolle Spiel, die Sammelkarten oder die angesagte Jeansmarke“, bestimmt sofort. Eltern können sich nicht immer vor solchen Aussagen verschließen, also weg mit Aufforderungen aus der Kinderwerbung.

Kommerzielle Kommunikation für Lebensmittel soll nicht das besondere Vertrauen ausnutzen, das Kinder Vertrauenspersonen wie z.B. Eltern und Lehrern entgegenbringen.

Weil der Opa seinem Enkel ein Sahnebonbon schenkt, glaubt dieser er muss für den Opa etwas ganz Besonderes sein? Sind damit diese Bonbons etwas Besonderes? Wohl kaum.

Die Leitlinien (PDF 45 KB) des Werberats sind darauf ausgerichtet, alles in der kommerziellen Werbung der Lebensmittelwirtschaft zu unterlassen, was als Aufforderung zu einer übermäßigen und einseitigen Ernährung verstanden werden könnte.

Fazit

Die Hersteller, Handel, Medien und Agenturen wollen sich Freiwillig den Verhaltensgrundsätzen des Deutschen Werberats unterwerfen. Und in den Leitlinien steht ein schwammiges „Sollte“.

Was sagt das uns als mündige Verbraucher?

Kinder werden auch weiterhin mit mehr oder weniger gut gemachter Werbung zum Konsum verführt. Dass Kinder Werbeaussagen als solche noch nicht verstehen, tut dazu sein übriges.

Als Eltern wünschen wir uns, dass das „Freiwillige Sollte“ zum Nachdenken und Umdenken bei den Herstellern und den Werbeagenturen führt.  
 


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